Stiftungssatzung für die Stiftung Beginen-Netzwerk

 

Präambel 

 

Die Stiftung Beginen-Netzwerk steht für die Wiedererstarkung und Belebung der (historischen) Beginen mit ihren Werten, das heißt, Projekte die durch die Stiftung gefördert werden, müssen an die Interessen dieser Beginenbewegung angelehnt sein. Voraussetzung für Förderung ist die Ausrichtung auf ein Leben mit Gott, mit gleichzeitigem sozialem Engagement. Förderungswürdig wären beispielsweise Beginen-Projekte die den Aufbau einer Generationenhilfe verfolgen, alternative Lebens- und Wirtschaftsmodelle umsetzen, oder die schöpfungserhaltende Projekte für das Weltwohl initiieren. Die Stiftung Beginen-Netzwerk steht für eine freie, undogmatische und auf Gott bezogene Spiritualität und soll dies in Schrift (Bücher/Schriften) und Wort (Vorträge, Kongresse, Symposien, Tagungen) zum Ausdruck bringen. Wir geben hierdurch der Stiftung nachstehende Satzung: 

 

Satzung

 

§ 1 Name, Sitz

 

(1) Die Stiftung führt den Namen Beginen-Netzwerk. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Duderstadt. Stifterin: Uta-Maria Freckmann, geboren am 30.10.1961. 

(2) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2 Stiftungszweck 

 

(1) Zweck und Aufgaben der Stiftung sind 

  • Bekanntmachung und Förderung des historischen Beginenwesens.
  • Etablierung der Beginen als wichtiges Standbein im sozialen Gefüge.
  • Förderung einer freien und undogmatischen Spiritualität für Frauen, die sich als Begine sehen (Leben mit Gott).
  • Unterstützung hilfsbedürftiger Beginen und förderungswürdiger Projekte (mit Bezug zum historischen Beginenwesen), mit dem Hintergrund das Beginenwesen zu stärken im Sinne der Stiftungsinteressen.
  • Motivierung zu sozialem Engagement durch den Zusammenschluss von Frauen als Beginen.
  • Förderung alternativer Lebens- und Wirtschaftsmodelle durch Beginengemeinschaften.
  • Verbreitung werthaltiger, unzensierter und unveränderter Schriften zum Beginentum und zu spirituellen Themen.
  • Organisation von Kongressen, Kolloquien, Symposien und andere hilfreiche Projekte als Informations- und Austauschquelle, um Spenden zu akquirieren und die oben formulierten Interessen der Stiftung voran zu bringen.

(2) Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

  • Vernetzung passender Beginengemeinschaften, z. B. durch Linktausch, Austausch, Unterstützung;
  • Generationenhilfe durch geringfügige Entlohnung und Punkte-Konto;
  • Intervisionstreffen zur Gemeinschaftsfindung von Einzelbeginen;
  • Werbeaktivitäten in socialmedia, durch Plakate-Aushang und Flyerauslage;
  • Zurverfügungstellung und Finanzierung von Material, Räumen und Geräten.

 

§ 3 Einschränkungen

 

(1) Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Organmitglieder sowie die Stifterin und ihre Erben erhalten keine Zuwendungen und Gewinnanteile aus Mitteln der Stiftung. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(3) Ein Rechtsanspruch auf Zuwendung steht den begünstigten Personen nicht zu. Die Empfänger sind jeweils zu verpflichten, die zweckentsprechende Verwendung der Mittel nachzuweisen.

 

§ 4 Stiftungsvermögen 

 

(1) Das Vermögen der Stiftung besteht bei ihrer Errichtung aus 50.000.- Euro. Es kann durch Zuwendungen der Stifterin oder Dritter erhöht werden, wenn diese das ausdrücklich bestimmen (Zustiftungen). 

(2) Das Stiftungsvermögen ist in seinem Bestand ungeschmälert zu erhalten. Vermögensumschichtungen sind zulässig, wobei der Grundsatz der Bestandserhaltung zu beachten ist. 

(3) Die Erträge des Stiftungsvermögens und die ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen sind zur Erfüllung des Stiftungszweckes zu verwenden. 

(4) Freie Rücklagen können im steuerrechtlich zulässigen Rahmen gebildet werden. Diese können ganz oder teilweise dem Stiftungsvermögen zugeführt oder für die Erfüllung des Stiftungszweckes wieder aufgelöst werden. Darüber entscheidet der Vorstand jährlich.

 

§ 5 Stiftungsvorstand 

 

(1) Organ der Stiftung ist der Stiftungsvorstand. Er besteht aus mindestens 2, höchstens 3 weiblichen Mitgliedern.

(2) Er hat eine Vorsitzende sowie eine stellvertretende Vorsitzende. 

(3) Der Stiftungsvorstand wählt eine Vorsitzende und eine Stellvertretung.

(4) Die Mitglieder haben Anspruch auf Erstattung angemessener Auslagen; diese können auch pauschaliert werden. 

(5) Die Stifterin gehört dem Vorstand als Vorsitzende auf Lebenszeit an. 

(6) Neue Vorstandsmitglieder werden durch den Vorstand gewählt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der 1. Vorsitzenden den Ausschlag. Das Amt eines Vorstandsmitglieds endet außer bei den geborenen Mitgliedern nach Ablauf der Amtszeit. Das Vorstandsmitglied bleibt in diesen Fällen solange im Amt, bis eine Nachfolgerin bestellt ist. Das Amt endet weiter durch Tod und Niederlegung. Die Niederlegung aus wichtigem Grund ist jederzeit zulässig. Wiederwahl ist zulässig.

(7) Zur Vorbereitung seiner Beschlüsse, der Erledigung seiner Aufgaben und der Wahrnehmung der laufenden Geschäfte kann der Vorstand Sachverständige hinzuziehen.

(8) Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt 5 Jahre. Sie sind berechtigt, dass Amt jederzeit niederzulegen.

(9) Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Mitglieds wird eine Nachfolgerin nur bis zum Ende der laufenden Amtsperiode gewählt.

 

§ 6 Aufgaben des Vorstandes

 

(1) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters und handelt jeweils durch zwei Mitglieder gemeinsam. Die Stifterin ist alleinvertretungsberechtigt, solange sie dem Vorstand angehört. Sie ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

(2) Der Vorstand verwaltet die Stiftung nach Maßgabe der Stiftungssatzung, ihm obliegt insbesondere:

  • Die Verwaltung des Stiftungsvermögens (inklusive Richtlinien für die Vergabe von (Aufwands-) Entschädigungen und Stiftungsmittel, sowie Erstellung einer Geschäftsordnung für die Tätigkeit des Vorstandes);
  • Die Vergabe der Erträgnisse des Stiftungsvermögens, die Bestellung der Geschäftsführer(in) und die Überwachung der Geschäftsführung;
  • Entscheidung über die Bildung von Rücklagen;
  • Beschlussfassung über Anträge an die Aufsichtsbehörde auf Satzungsänderungen;
  • Aufhebung der Stiftung;
  • Zusammenlegung der Stiftung mit einer oder mehreren anderen Stiftungen.

(3) Der Vorstand erstellt nach Ablauf des Geschäftsjahres einen Jahresbericht und eine Jahresabrechnung (soweit erforderlich). Die Jahresabrechnung kann bei Bedarf von einem Wirtschaftsprüfer oder andere zur Erteilung eines entsprechenden Bestätigungsvermerkes befugte Person oder Gesellschaft geprüft werden. Die Jahresabrechnung, ein Tätigkeitsbericht sowie eine Vermögensaufstellung bzw. der Prüfungsbericht sind innerhalb von fünf Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres an die Aufsichtsbehörde einzureichen.

 

§ 7 Beschlussfassung des Vorstandes

 

(1) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in der Regel auf Sitzungen, die mindestens einmal jährlich, im Übrigen nach Bedarf vom Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden mit einer Frist von 4 Wochen einberufen werden.

(2) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind.

(3) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Vorsitzenden oder bei deren Abwesenheit, der stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag.

(4) Über die Sitzungen ist jeweils ein Protokoll anzufertigen, das von der Sitzungsleitung zu unterschreiben ist.

(5) Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren sind zulässig, sofern kein Vorstandsmitglied eine Sitzung wünscht.

 

§ 8 Geschäftsführer

 

(1) Die Stiftung kann eine Geschäftsführung einrichten. Diese führt die laufenden Geschäfte nach den in der Geschäftsordnung festgelegten Richtlinien. Sie/ Er ist dem Vorstand verantwortlich und an dessen Weisungen gebunden. 

(2) Bei der Verwaltung und Anlage des Stiftungsvermögens ist die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu beachten.

 

§ 9 Aufhebung der Stiftung, Zusammenlegung, Änderung der Satzung

 

(1) Änderungen des Stiftungszweckes, die Zusammenlegung der Stiftung mit einer anderen Stiftung oder die Aufhebung der Stiftung sind zulässig, wenn die Erfüllung des Stiftungszweckes unmöglich geworden ist oder angesichts wesentlicher Veränderungen der Verhältnisse nicht mehr sinnvoll erscheint.

(2) Satzungsänderungen, die den Zweck nicht berühren, sind im Übrigen möglich, wenn sie die ursprüngliche Gestaltung der Stiftung nicht wesentlich verändern oder die Erfüllung des Stiftungszweckes erleichtern.

(3) Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 bedürfen einer 2/3-Mehrheit aller Mitglieder des Stiftungsvorstandes.

 

§ 10 Anfallberechtigung

 

Im Falle der Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall des gemeinnützigen Zweckes fällt das Vermögen an eine vom Stiftungsvorstand zu bestimmende gemeinnützige Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige/mildtätige Zwecke zu verwenden hat.

 

§ 11 Inkrafttreten

 

Die Satzung tritt mit Anerkennung der Stiftung als rechtsfähig durch die Stiftungsbehörde in Kraft.