Satzung für das Beginen-Netzwerk

 

Präambel 

 

Das Beginen-Netzwerk steht für die Wiedererstarkung und Belebung der (historischen) Beginen mit ihren Werten, das heißt, Projekte die durch uns gefördert werden, müssen an die Interessen dieser Beginenbewegung angelehnt sein. Voraussetzung für Förderung ist die Ausrichtung auf ein Leben mit Gott, mit gleichzeitigem sozialem Engagement. Förderungswürdig wären beispielsweise Beginen-Projekte die den Aufbau einer Generationenhilfe verfolgen, alternative Lebens- und Wirtschaftsmodelle umsetzen, oder die schöpfungserhaltende Projekte für das Weltwohl initiieren. Das Beginen-Netzwerk steht für eine freie, undogmatische und auf Gott bezogene Spiritualität und will dies in Schrift (Bücher/Schriften) und Wort (Vorträge, Kongresse, Symposien, Tagungen) zum Ausdruck bringen. Wir geben hierdurch dem Netzwerk nachstehende Satzung: 

 

Satzung

 

§ 1 Name, Sitz

 

(1) Diese private Unternehmung führt den Namen "Beginen-Netzwerk". Gründerin: Uta-Maria Freckmann, Duderstadt. 

(2) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2 Zweck 

 

(1) Zweck und Aufgaben sind 

  • Bekanntmachung und Förderung des historischen Beginenwesens.
  • Etablierung der Beginen als wichtiges Standbein im sozialen Gefüge.
  • Förderung einer freien und undogmatischen Spiritualität für Frauen, die sich als Begine sehen (Leben mit Gott).
  • Unterstützung hilfsbedürftiger Beginen und förderungswürdiger Projekte (mit Bezug zum historischen Beginenwesen), mit dem Hintergrund das Beginenwesen zu stärken im Sinne der Stiftungsinteressen.
  • Motivierung zu sozialem Engagement durch den Zusammenschluss von Frauen als Beginen.
  • Förderung alternativer Lebens- und Wirtschaftsmodelle durch Beginengemeinschaften.
  • Verbreitung werthaltiger, unzensierter und unveränderter Schriften zum Beginentum und zu spirituellen Themen.
  • Organisation von Kongressen, Kolloquien, Symposien und andere hilfreiche Projekte als Informations- und Austauschquelle, um Spenden zu akquirieren und die oben formulierten Interessen der Stiftung voran zu bringen.

(2) Der Zweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

  • Vernetzung passender Beginengemeinschaften, z. B. durch Linktausch, Austausch, Unterstützung;
  • Intervisionstreffen zur Gemeinschaftsfindung von Einzelbeginen;
  • Werbeaktivitäten in socialmedia, durch Plakate-Aushang und Flyerauslage;
  • Zurverfügungstellung und Finanzierung von Material, Räumen und Geräten.

 

§ 3 Einschränkungen

 

(1) Das Netzwerk ist selbstlos tätig. Es verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2) Die Mittel des Netzwerks dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder sowie die Stifterin und ihre Erben erhalten keine Zuwendungen und Gewinnanteile aus Mitteln dieser Arbeit. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(3) Ein Rechtsanspruch auf Zuwendung steht den begünstigten Personen nicht zu. Die Empfänger sind jeweils zu verpflichten, die zweckentsprechende Verwendung der Mittel nachzuweisen.

 

§ 4 Vorstand 

 

(1) Organ ist der Vorstand. Er besteht aus mindestens 2, höchstens 3 weiblichen Mitgliedern.

(2) Er hat eine Vorsitzende sowie eine stellvertretende Vorsitzende. 

(3) Der Vorstand wählt eine Vorsitzende und eine Stellvertretung.

(4) Die Gründerin gehört dem Vorstand als Vorsitzende auf Lebenszeit an. 

(5) Neue Vorstandsmitglieder werden durch den Vorstand gewählt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der 1. Vorsitzenden den Ausschlag. Das Amt eines Vorstandsmitglieds endet nach Ablauf der Amtszeit von 5 Jahren. Das Vorstandsmitglied bleibt in diesen Fällen solange im Amt, bis eine Nachfolgerin bestellt ist. Das Amt endet weiter durch Tod und Niederlegung. Die Niederlegung aus wichtigem Grund ist jederzeit zulässig. Wiederwahl ist zulässig.

(6) Zur Vorbereitung seiner Beschlüsse, der Erledigung seiner Aufgaben und der Wahrnehmung der laufenden Geschäfte kann der Vorstand Sachverständige hinzuziehen.

(7) Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Mitglieds wird eine Nachfolgerin nur bis zum Ende der laufenden Amtsperiode gewählt.

(8) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters und handelt jeweils im Einklang mit allen Mitgliedern. Die Stifterin ist alleinvertretungsberechtigt, solange sie dem Vorstand angehört.

 

§ 5 Beschlussfassung des Vorstandes

 

(1) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in der Regel auf Sitzungen, die mindestens einmal jährlich, im Übrigen nach Bedarf vom Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden mit einer Frist von 4 Wochen einberufen werden.

(2) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind.

(3) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Vorsitzenden oder bei deren Abwesenheit, der stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag.

(4) Über die Sitzungen ist jeweils ein Protokoll anzufertigen, das von der Sitzungsleitung zu unterschreiben ist.

(5) Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren sind zulässig, sofern kein Vorstandsmitglied eine Sitzung wünscht.

 

§ 6 Geschäftsführer

 

(1) Die Gründerin kann eine Geschäftsführung einrichten. Diese führt die laufenden Geschäfte nach den in der Geschäftsordnung festgelegten Richtlinien. Sie/ Er ist dem Vorstand verantwortlich und an dessen Weisungen gebunden. 

(2) Bei der Verwaltung und Anlage des Vermögens ist die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu beachten.

 

§ 7 Aufhebung der Stiftung, Zusammenlegung, Änderung der Satzung

 

(1) Änderungen des Stiftungszweckes, die Zusammenlegung der Stiftung mit einer anderen Stiftung oder die Aufhebung der Stiftung sind zulässig, wenn die Erfüllung des Stiftungszweckes unmöglich geworden ist oder angesichts wesentlicher Veränderungen der Verhältnisse nicht mehr sinnvoll erscheint.

(2) Satzungsänderungen, die den Zweck nicht berühren, sind im Übrigen möglich, wenn sie die ursprüngliche Gestaltung der Stiftung nicht wesentlich verändern oder die Erfüllung des Stiftungszweckes erleichtern.

(3) Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 bedürfen einer 2/3-Mehrheit aller Mitglieder des Stiftungsvorstandes.

 

§ 8 Anfallberechtigung

 

Im Falle der Auflösung oder Aufhebung des Netzwerkes fällt das Vermögen an eine vom Stiftungsvorstand zu bestimmende ähnliche Organisation. Der Vorstand beschließt gemeinsam, welche gewählt werden soll.